Was soll der Quatsch?

(überarbeitet 10. Juli 2020)

Lesedauer

Ca. 8 Minuten

Jetzt mal im Ernst, was soll ein weiterer Stinke-Blog, eine weitere Webseite in dieser schon mit Blogs, Vlogs und Webseiten überfluteten Onlinewelt?

Ich habe mir drei Gründe aus den Rippen geschnitten:

  1. Mein grundsätzliches Problem ist es, dass es der weiblichen Dating-Welt ein humorvoller, unterhaltsamer, ernsthafter und lehrreicher Blog fehlt. (Wenn du einen kennst, dann bitte schreibe es mir – ich werde darauf verlinken, oder kommentiere den Beitrag unten mit einem Link).
  2. Ebenfalls fehlt der Frauen-Queer-Gemeinde ein vernünftiges und faires Tool um andere Frauen kennen zu lernen.
  3. Und ein Grund noch in Eigensache: Ich möchte meine nicht vorhandene Schreibqualität (so wie mir die Gosch gewachsen ist) und Hirnarbeit verbessern.

Wenn du diesen Beitrag zu Ende gelesen hast, weißt du welchen Zweck dieser Blog erfüllt.

Okay, los geht’s.

Worum geht es

Grundsätzlich geht es in diesem Blog um Liebe und Partnerschaft. In unserem Fall geht es um die Liebe zu einer anderen Frau und die Beziehung mit ihr.

Warum aber die Liebe? Wir beide wissen, dass Liebe das schönste Gefühl ist und zugleich das schlimmste auf der Welt sein kann.

Nicht umsonst widmen sich seit Jahrhunderten unzählige Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen (Musik, Malerei, Literatur etc.) in ihren Werken dem Thema Liebe.

Hast du dir mal genau die Texte von Adele, Taylor oder Sia angehört? Oder um in unserem Team zu bleiben: über was singen Tegan and Sara? Genau, über die wundervolle, kitschige Liebe.

Sie kann deine beste Freundin, die letzte Rettung vor dem Ertrinken, die warme Decke in der kalten Nacht sein. Zugleich der endlose Fall und der nicht endenden Schmerz, einer nicht erwiderten oder einer weggenommen Liebe.

Du weißt selber wie das ist, wenn man verliebt ist und womöglich Liebeskummer hat. Man kann nichts essen (ich meine, das sagt doch schon alles!), du bist traurig, bist schlecht gelaunt, kannst nur an SIE denken (nicht mal an Essen) – es ist der HORROR! Das Gefühl bringt einen um.

Dir und mir ist also klar, dass die Liebe bewegt wie sonst kein anderes Gefühl auf dieser Welt. Außer vielleicht Hunger…

Das Ziel der (meisten) Menschen ist es, dieses himmlische Gefühl geliebt zu werden und lieben zu erfahren und es für immer aufzubewahren, zu konservieren. Wer möchte schon alleine sein und sein Leben alleine bestreiten müssen?

So genug rumgequasselt, zurück zu diesem Blog. Er soll nicht schnulzig sondern vor allem humorvoller, unterhaltsamer, ernsthafter und lehrreicher sein – okay – vielleicht ab und zu schnulzig, wir werden sehen…

Die drei Zustände

Ich teile den Beziehungsstatus in drei Zustände.

Du und ich schauen uns in diesem Blog an,

  1. welche Auswege es aus dem Single-Dasein gibt, also du wie du deine Traumfrau findest,
  2. wie du sie datest und ihr Herz gewinnst und
  3. ihr eine Beziehung habt und du sie letztendlich (hoffentlich) behältst.

Ich werde diese drei Zustände (hier Kategorien) in schönes Design mit coolen Fotos, Grafiken, Geschichten und Cartoons packen. Dabei werden mir Beeren und Nüsse helfen.

Obwohl die Liebe, wie ja schon erwähnt, negative Seiten hat, sich widerspiegelnd in nervigen Liebeskummer und verschissenem Herzschmerz, möchte ich mich überwiegend auf die positiven Seiten konzentrieren.

Wir schauen uns Lösungen und Optionen an, die es in der Online- und Offline-Welt gibt. Und wenn du dich gerade doch im Schmerz suhlst, kann ich nur sagen: Es wird vorübergehen – irgendwann halt, und auch nur vielleicht.

Dieser Blog schaut nach vorne, in eine optimistische Zukunft voll mit Liebe. Owe, das ging ja schnell, dass es schnulzig wurde.

Worum geht es nicht

In diesem Blog geht es nicht um dein Coming Out, Buch- oder Filmtipps, Sex, Familie, TV-Programm, Städte-Guides, Reisen usw.! Es gibt genug Webseiten, Vereine, gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen die diese Bereiche ausführlich und sehr gut abdecken.

Wenn du dich hierher verirrt hast, dann bist du dir deiner Sexualität sicher und hattest dein, zumindest inneres Coming Out und willst jetzt eine Frau kennen lernen.

Wenn du auf der Suche nach hilfreichen Webseiten bist, dann schaue doch hier vorbei – vielleicht ist was dabei, was dich interessiert:

Einige dieser Webseiten, sofern sie kostenlosen Service anbieten, haben relativ viele Werbeanzeigen von Dritten.

Das überflutet einen teilweise, aber die müssen halt auch schauen, wie sie über die Runden kommen. Guck halt weg.

Bei Aquema bekommst du keine Werbung von irgendwelchen Produkten nach denen du heute im Internet gesucht hast um die Ohren gehauen.

Du bekommst einen puren und nackten Blog. Was willst du mehr?! Wenn, dann machen wir Werbung für uns selber (und paar Frauen die wir total gut finden).

Unwort des Jahrtausends: Lesbe

Das Thema der Definition muss ich noch schnell ansprechen.

Dazu eine kurze und wahre Geschichte: Ein befreundetes Pärchen hat mir erzählt, dass sie im Sommer bei Nachbarn zum Grillen eingeladen waren. Und die Gastgeberin dort hat erzählt, dass ihre beste Freundin eine LESBE sei und sie hat das Wort „LESBISCH“ ununterbrochen in den Mund genommen. Meine Freundinnen meinten als sie mir das erzählt haben: “Wenn das wirklich ihre beste Freundin sei, hätte sie nicht ständig dieses Wort gesagt, dann wüsste sie, dass „wir“ das nicht so schön finden.”

Ich habe schon oft darüber nachgedacht, sage dieses Wort auch sehr ungern. Doch ihre Erzählung hat mich nochmal überzeugt: In diesem Blog werdet ihr das Wort „Lesbe“ äußerst selten lesen oder hören (mit „lesbisch“ können wir noch eher leben).

Ich kenne keine einzige queer Frau die diese Begriffe bzw. Bezeichnung als angenehm empfindet. Ich gehöre zu einer von ihnen und entscheide kurzerhand, dass diese Begriffe hier nicht oder sehr sehr selten auftauchen werden.

Um es trotzdem verständlich zu machen werde ich z.B. von

  • frauenliebenden Frauen,
  • Busenfreundinnen (ein Dank an Busenfreundin Ricarda für diesen Begriff)
  • Frauen die Frauen lieben oder
  • Frauen die auf Frauen stehen,

sprechen.

Eine frauenliebenden Frau kann an manchen stellen auch zum Team gehören.

Ich denke, das ist verständlich, und außerdem schließe ich Frauen, die sich nicht definieren wollen nicht aus.

Okay, vielleicht muss ich es gar nicht so eng sehen. Definition ist Definition, richtig? Trotzdem möchte ich, wo es geht, einen netteren Begriff für uns wählen.

Fazit

Warum sollst du diesen Blog lesen? Welchen Mehrwert bietet er dir?

Wenn du eine queer Frau bist und erfahren möchtest wie du 1. aus dem Single-Leben entfliehst, 2. deine Traumfrau näher kennenlernst, datest und 3. behältst, dann bist du hier genau richtig. Und bei all dieser Leseanstrengung wirst du noch unterhalten.

Vielleicht interessiert es dich auch was andere queer Frauen bewegt. Welche Meinung andere Frauen haben. Diese kannst du dann in den Kommentaren nachlesen. Interagiere mit deinen Kommentaren mit mir oder anderen Leserinnen – wie du magst.

Hab‘ eine Stimme. Aber immer schön freundlich bleiben. Wenn’s dir nicht gefällt, dann komm‘ halt nicht vorbei – ganz einfach.

Also, denk dran, wir sind ein Team, wir sitzen in einem bunten Boot und kämpfen für unsere verqueere Liebe.

Jasna
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Du kannst gleich mit deiner Stimme anfangen: In welchem der drei Zustände befindest du dich gerade?

2 Kommentare
  1. Avatar
    Johannah sagte:

    Hey Jasna,
    Eine sehr ernst gemeinte Nachfrage: wieso empfindest du lesbisch als grauenvolles Wort? Ich bezeichne mich auch selten so, finde aber gerade auch politisch und historisch sollten wir lesbisch doch nicht bashen, sondern die Kämpfe der Lesben vor uns anerkennen und sie supporten, oder?
    Viele Grüße, Johannah

    Antworten
    • Jasna
      Jasna sagte:

      Hallo Johannah,

      vielen Dank für deine Meinung.

      Es geht einfach darum, dass „Lesbe“ nicht positiv besetzt ist.

      Ich gebe zu, vielleicht habe ich mich etwas weit aus dem Fenster gelehnt… aber ich finde es gut, dass ich damit eine Diskussion starten konnte. Die Bezeichnung „lesbische Frau“ würde ich gerade noch akzeptieren.

      Die Frage wäre eigentlich auch, ob auf der anderen (Ufer)Seite eine männerliebende Frau die Bezeichnung „Hetera“ schön findet.

      Ich supporte voll und ganz was die Frauen politisch und historisch erreicht haben, finde jedoch, dass ich mit der Nutzung oder Nicht-Nutzung des Begriffes sie weder mehr noch weniger unterstütze. Ganz im Gegenteil, mit dieser Webseite, supporte ich sie und möchte so viele Frauen wie möglich zusammen bringen.

      Mir (und meinen Freundinnen) ist die Bezeichnung „Frau die Frauen lieben“ einfach wesentlich lieber. Aber das ist definitiv Geschmacksache und jede darf sich bezeichnen wie sie möchte.

      Wenn wir als „Superfrauen“ bezeichnet werden würden, hätte ich auf jeden Fall nichts dagegen. Wir sind ja immerhin auch super.

      Viele Grüße zurück,
      Jasna

      Antworten

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